Du hast in deinem privaten, beruflichen oder sonstigem Umfeld Schwierigkeiten durch deine Neigung zu BDSM etc.? Etwa weil Vermieter oder Arbeitgeber Ärger machen etc.?
Diese Schwierigkeiten reichen von der emotionalen Belastung bis hin zu ganz handfesten akuten Problemen wie Mobbing, Kündigung, Abmahnung und vieles mehr. Es muss nicht immer erst zu den oben erwähnten "Schwierigkeiten" kommen. Oft hilft es auch schon sich vorab zu Informieren/vorzubeugen um gar nicht in die "Falle" eines evt. ungewollten Outings zu tappen.
Mut zum eigenen Coming Out. Je mehr BDSM'ler offen und selbstverständlich mit ihrer Neigung umgehen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir irgendwann die Akzeptanz bei unserer Umwelt finden, die Schwule und Lesben sich längst erkämpft haben.
Scheu dich nicht zu Fragen.
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"Bin ich irre, oder was?" - Der Diagnoseschlüssel ICD-10 F65
(Auszug aus einem Artikel)
Arztbesuche sind nie lustig. Doch gerade für Menschen, die BDSM leben, sind sie mitunter besonders pikant. Vanessa (Name geändert) hat einen Termin bei ihrem Hausarzt und noch interessante blaue Flecken von der letzten Session quer über den Körper verteilt. Ihr Arzt fragt nach, wie es zu den blauen Flecken gekommen sei. Sie ist ehrlich und outet sich gegenüber ihrem Doktor: "Wissen Sie, ab und an mag ich es, wenn mein Freund mich verhaut...". Ihr Arzt schaut skeptisch, sagt aber nichts. Einige Wochen später bekommt Vanessa ein freundliches Schreiben von ihrer Krankenkasse, man habe ihre Akten der letzten fünf Jahre durchgegangen und wolle sie darauf aufmerksam machen, dass in Zukunft nur Deckung für "nicht selbst verschuldete Verletzungen" übernommen werden könne.
Dieser Fall ist kein hypothetisches Konstrukt, sondern genau so passiert. Was ist passiert?
Vanessas Arzt hat in ihrer Patientenakte den Diagnoseschlüssel "F65.5" vermerkt. Der Diagnoseschlüssel F65.- nach ICD-10 (International classification of diseases, Version 10, herausgegeben von der Weltgesundheitsorganisation WHO, nachzulesen hier) bezeichnet "Störungen der Sexualpräferenz"; F65.5 steht für Sadomasochismus. Die WHO definiert diesen Zustand: "Es werden sexuelle Aktivitäten mit Zufügung von Schmerzen, Erniedrigung oder Fesseln bevorzugt. Wenn die betroffene Person diese Art der Stimulation erleidet, handelt es sich um Masochismus; wenn sie sie jemand anderem zufügt, um Sadismus. Oft empfindet die betroffene Person sowohl bei masochistischen als auch sadistischen Aktivitäten sexuelle Erregung."
Text: © Tiegah für den SMAMED 25.10.2006
Artikel durfte in gekürzter Form dank der freundlichen Genemigung des Verfassers hier veröffentlicht werden.
ganzer Artikel zum nachlesen unter:
"Bin ich irre, oder was?" - Der Diagnoseschlüssel ICD-10 F65
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Das Homo-Gen
Beitrag im: "Das Magazin"
Nr. 43 / 28. Oktober 2006
Das Homo-Gen
Viele glauben noch immer, wer schwul ist, könne zur Heterosexualität umerzogen werden. Einige meinen sogar, Schwulsein sei eine Krankheit. Inzwischen hat die Wissenschaft herausgefunden: Ob wir das gleiche oder das andere Geschlecht lieben, darüber entscheiden Gene und Hormone.
Quelle: © Das Magazin (TA-Media)
Text Bastian Obermayer/Philipp Schwenke
